Dachausbau bei denkmalgeschütztem Fachwerkhaus

Hallo!

Unser historisches Fachwerk-WEingut von 1762 hat eine Grundfläche von ca. 150 qm. Wir überlegen das Dachgeschoss auszubauen.

Folgende Rahmenbedingungen: Denkmalgeschüttzt, Dachgeschoss derzeit unisoliert (Man sieht von unten die Balken und darauf direkt die Ziegel). Die Treppe führt ins Dachgeschoss. Es gibt keine Gauben. Deckenhöhe in der Mitte bis zur Dachspitze ca. 3,5 m, starke Dachschrägung. Aufbau der unteren Geschosse aus Eichenfachwerk mit Lehmausfachungen.

Hat jemand Erfahrung damit: Wie steht der Denkmalschutz zum nachträglichen Einbau von Gauben in die Straßenabgewandet Strasse üblicherweise? Ist der Denkmalschutz damit einverstanden, weitere wohnfläche zu schaffen, wo bisher keine war? Ist es überhaupt möglich, ein solches "luftdurchlässiges" Dach so auszubauen, das man nicht das ganze Haus "dicht" und damit kaputt macht?

Bin über jeden Tip dankbar!


Pia | 19.10.04

Fragt an kompetenter Stelle


Grundsätzlich geht vieles! Die Bauausführung sollte bei guter Detailplanung kein Problem sein.
Für die Baugenehmigung schlage ich Euch vor direkt beim zuständigen Bauordnungsamt, bzw. der Unteren Denkmalschutzbehörde nachzufragen. Von Vorteil wäre aber, wenn Ihr schon eine ungefähre Vorplanung/Konzept hättet, das als Verhandlungsbasis dienen kann. Ein erfahrener Planer in der Denkmalpflege wird da gerne weiterhelfen.
Schöne Grüsse aus dem sonnigen Franken.
... sinnvoll sanieren ...
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Ingenieurbüro Leyh | | 19.10.04

Dachausbau


Dag ok. Ja, auch ich bin der Meinung sich an die kompetente Stelle zu wenden. In diesem Fall an die zuständige Denkmalbehörde. Auch das BOA wird an die Denkmalschutzbehörde verweisen. Der Aufbau von Gauben könnte ein Problem werden, muß aber nicht. Haben Sie mal an eine Dachterrasse als Alternative gedacht? Die Denkmalschützer gestatten oftmals "jeden Ausbau" des Dachgeschosses, wenn nur Alles so bleibt wie es ist. Das heißt, sie gestatten keine Baumaßnahme, die über die bisherigen Gebäudegrenzen, dazu gehört auch die Dachhaut, herausragt. Wenn die vom Denkmalschutz vorgegeben Kriterien bekannt sind, liegt einer technisch durchdachten Planung nichts im Weg. Nu den man to.
"Aus der Zusammenarbeit der Vielen wächst der Wissenstand" Aristoteles
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| 19.10.04

Müßte gehen !


Hallo,

kenne einen Fall vom Mittelrhein, da wurde beim Ausbau des alten Scheunenrings der Einbau von Gauben genehmigt - nach viel verbaler Überzeugungsarbeit. Das Argument war damals der zusätzliche Wohnraum, der unter "Kostenaspekten" erst die Erhaltung des Denkmals möglich macht.

Viel Erfolg und Gruß aus BS


anonymus | 19.10.04


Hallo Leute,

habe gerade meinen Antrag für DG - Ausbau bei Denkmalschutz durch. Haus ist 400 Jahre alt, einmal komplett umgesetzt worden (vor 200 Jahren). Haber aber die Erfahrung gemacht, daß vorherr gemachte mündliche Zusagen später durch die schriftliche Genehmigung wider revidiert wurden.


Frank Riehemann | 10.05.05

Ausbau-Bilder aus der Bilddatenbank: