Ausbau Dachgeschoß Kaltdach ohne Dämmstoffe ???

Ausbau Dachgeschoß Kaltdach ohne DämmstoffeIch würde gerne das Dachgeschoß meines 150 Jahre alten Bauernhauses ausbauen. Ich würde ungern Dämmstoffe verbauen. Meine Idee wäre, zwischen die Sparren eine ausreichend hinterlüftete 28 mm Lärchenholzverschalung aus Rauspund zu verbauen(eventuell doppelt?) und darauf Leichtlehmplatten (doppelt?) zu verbauen und das Ganze mit Lehm zu verputzen. Die abgrenzenden Mauern würde ich aus Lehmziegel erstellen und verputzen. Ich unterliege nicht der ENeV, der ganze Hof steht unter Denkmalschutz. Dazu hätte ich gerne Eure Meinungen und Ideen. Gerne auch wie der Schalungsaufbau nach Konrad Fischer funktioniert und zu realisieren ist.
Umwege erweitern die Ortskenntnis.
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| 15.11.16

Ausbau Dachboden ohne Dämmung


Dann sollten Sie am besten Herrn Fischer fragen oder noch besser sich von ihm ein Sanierungskonzept erstellen lassen.
Das ist nicht ironisch gemeint.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 15.11.16

ohne Dämmung


... einfach die Bewohner in ausreichende Mengen Dampfbremsfolie und Dämmstoff einwickeln, und bei den Fenstern Scheibenkratzer bereitlegen.

Auch wenn man hier die Bestimmungen der EnEv nicht einhalten _muss_, heisst das nicht dass man heute ohne Dämmung arbeiten sollte oder kann. Die Traktate von KF dienen leider eher der Verwirrung als der Information.

Das Dach mit seinen sichtbaren Ziegeln hat keine zweite wasserführende (und winddichte) Schicht. Rauspund ist da nicht geeignet. Es braucht mindestens eine Unterspannbahn, besser noch Holzweichfaserplatten über den Sparren, dann Konterlatten und die Dachlatten. Macht 4 bis 8 cm Aufbauhöhe zusätzlich. Das sollte die Denkmalpflege schon oft genug gesehen haben dass man damit durchkommt.

Meine Empfehlung -

Die Giebelwand ist wegen dem Holzanteil etwas kompliziert - ich würde die liebevoll gemauerte Wand erst grob Verputzen (Wind- und Schlagregendichtung), dann mit Zellulose im Nassverfahren (CSO) dämmen. Nach innen Dampfbremse und Gipsfaserplatten. Mehr Details und Fotos bringt die Suche.

Beim Dach ein normaler Aufbau mit eingeblasener Zellulose zwischen den Sparren, darunter Dampfbremse, Kreuzrost und Gipsfaserplatten.

Den Schornstein würde ich auch etwas einpacken (mit nicht brennbaren Dämmstoffen natürlich), damit er als Wärmebrücke nicht zum Schimmelnest wird.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
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| 16.11.16

und


nicht den Bauantrag vergessen! Auch bei Denkmal gilt das Baugesetzbuch. Es ist eine Umnutzung.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 16.11.16

DG-Ausbau im Denkmal


"Ich unterliege nicht der ENeV, der ganze Hof steht unter Denkmalschutz."
Das stimmt nicht. Die EnEv gilt auch für Denkmale.
Außerdem ist eine denkmalrechtliche Genehmigung einzuholen.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 18.11.16

Der Bauherr entscheidet selbst, in welchem Umfang die EnEV-Anforderungen bei Änderungen in einem Denkmal eingehalten werden können.


Ausnahmen nach § 24 EnEv sind antrags- bzw. genehmigungsfrei. Der Bauherr entscheidet selbst, in welchem Umfang die EnEV-Anforderungen bei Änderungen in einem Denkmal eingehalten werden können. Dem Bauherrn wird allerdings empfohlen, für mögliche späterer Überprüfungen, die Abweichungen hinsichtlich des Ausnahmetatbestands schriftlich zu begründen und zu dokumentieren.
Umwege erweitern die Ortskenntnis.
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| 18.11.16

Warum ohne Dämmung?


Was spricht denn grundsätzlich gegen Dämmung?
Auch früher gab es Dämmung, nur eben noch nicht die heutigen Möglichkeiten.
Man muß sich nur die Verhältnisse in Burgen mit dicken Steinwänden oder in alten Fachwerkhäusern mit dünnen Wänden ansehen und dann entscheiden, ob das die Bedingngen sind unter denen man gerne leben möchte.
Bei KF finden sich leider die teilweise interessanten Infos unter einer Unmenge von polemischen Äußerungen, Verallgemeinerungen etc.

Meistens aber nur was alles mies ist aber nur sehr vereinzelt konkrete Empfehlungen wie es richtig gemacht werden könnte.

Womöglich um bei horrenden Stundensätzen und nur nach unterschriebenem Haftungsausschluß Beratungsaufträge zu bekommen?

Holzfaserdämmplatten bestehen auch nur aus Holz-warum sollten diese nicht als Dämmstoff verwendet werden, um Tauwasser zu vermeiden und angenehme Wohnverhältnisse zu schaffen bei gleichzeitig niedrigen Heizkosten?
Folien,Kunststoffe etc müssen ohnehin nicht verwendet werden.

Einfach mit Taupunktrechner ermitteln bei welchem Wandaufbau und bei welchen Temperaturen Tauwasser in welchen Mengen bei den vorgesehenen Konstruktionen anfällt- dann relativieren sich die sinnvollen Möglichkeiten. Dogmatik hilft nicht weiter.

Andreas Teich

Dachgeschoß-Bilder aus der Bilddatenbank: