Renovierung

Hallo an die Forumsgemeinschaft,

vielleicht könnt ihr mir ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Problem:

Auf einen zweifachen Silikatanstrich auf den Wänden meines Hauses habe ich aus verschiedenen Gründen Dispersionsfarben aufgebracht (2-4 Schichten).
Nun möchte ich im Rahmen von Renovierungsarbeiten u.a. mich an ein zwei Spachteltechniken versuchen (Stucco Venezino, Stucco Stuhhi, zunächst kleinflächig, bei gelingen vielleicht auch größer)).

Mir stellt sich jetzt natürlich die Frage der Untergrundvorbereitung.

Reicht es aus, als Haftgrund den Primus Naturale aufzubringen, um dann die Spachteltechnik aufzubringen?
Leben und leben lassen....
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| 03.04.17

Untergrund für Kalkspachteltechniken


Wir haben Spatula Stuhhi schon zu Übungszwecken auf angeschliffenen und vorbehandelten KG-Rohren gespachtelt, allerdings würde ich das nicht mit dispersionsfreien Spachtelmassen versuchen ( jetzt ist's auf rein mineralisch rezeptiert), früher noch nicht)

Frag den Spachtelmassenhersteller was er empfiehlt.

Ansonsten wird jede Grundierung funktionieren, die als Untergrund für nachfolgende mineralische Putze geeignet ist.

Evt genügt ein Mineralfarbenanstrich, Gekkosol, Haga Mineralputzgrund o.ä.
Ich würde nur rein mineralische Spachtelmassen verwenden.

Testen und anschließend an eine Probespachtelung Gitterritzprobe, (Gitterschnitt) vornehmen.

Andreas Teich


Ja, mit Gekkkosol könnte das klappen. Ich habe mal vor Jahren einen Sockel aus Ölfarbe damit bestrichen und zwei Millimeter HP90 von Hessler gespachtelt und mit Seife auf Glanz verpresst. Das hält seitdem bis auf ein paar feine Risse aus dem Untergrund. Ist aber mehr nur Deko und würde ich auch nur bei mir zu hause so machen.

Warum nicht den Anstrich abnehmen, Kalkglätte frisch drunter und dann den Stucco drauf. Da hasst du mehr Freude und der Spachtel hat genug "Licht". Ich arbeite mit selbst zubereiteten Sumpfkalk-Marmormehl-Mischungen, also nix mit Dispersion und das geht dann prima.

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| 03.04.17

Spachteltechnik


Herzlichen Dank für die Empfehlung. Hatte mir so etwas gedacht, aber wollte gerne noch ein zwei andere Meinungen hören.

Foodmaster
Leben und leben lassen....
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| 03.04.17

Anstrich abnehmen?


Hallo Mario,
Danke mal für deine Einschätzung.

Anstrich abnehmen, hört sich recht arbeitsintensiv an.

Wie sollte ich da vorgehen?
Das, was ich zu diesem Thema gelesen habe ist sehr zeitaufwendig und auch mit sehr viel Schmutzentwicklung verbunden.
Aber vielleicht hast du ja die richtige Technik für mich. ;-))
Leben und leben lassen....
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| 03.04.17

Nachfrage bei....


....folgendem fachlichen Verarbeiter und Anwender:

http://www.zaenker-kmm.de/kontakt.htm
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 03.04.17


Naja, zur Ersparung der schmutz und zeitintesiven Vorbehandlung sind ja die Haftbrücken (schönes Wort) auch da.

Auf Gekkkosol "darf" man nun nicht putzen. Aber es geht und für eine Dekospachtel reicht es wohl auch.


Aber denke dran der Feuchtehaushalt und das Timing ist bei so einer "Dünnschichttechnik" auch wieder spezieller. Und du übst relativ viel Druck auf den Oberflächenverbund aus.

Dispersionsantriche lassen sich nach dem Einweichen oft abspachteln. Ich verwende so ein "Tajima Schaber mit Wechselklinge", der mir da treue Dienste leistet.

Ich würde das alles auf der klein Fläche bemustern und dann kann man entscheiden.

Wenn du was selber mischen möchtest, können wir nochmals in den engeren Austausch eintreten.

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| 03.04.17

Soderle,


Jetzt habe ich mich mal bei einem Betrieb in München, der meine erste Wahl für mein benötigtes Material führt, schlau gemacht. www.malerbedarf-egger.de
Der Herr Egger, mit dem ich telefonischen Kontakt hatte, hat mir sehr kompetent meine Fragen beantworten können.
Also mein Problem ist insoweit eigentlich nicht wirklich eines, da mit dem mineralischen Haftgrund genügend Halt für den aufzutragenden Putz erzeugt wird.

Auf jeden Fall bin ich euch dankbar für eure Ratschläge und die Tipps die ich bekommen habe.

Bis bald mal wieder, Foodmaster
Leben und leben lassen....
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| 03.04.17


Na da lobpreise mal jemand den Fachhandel, auch da kann man Geld und Zeit sparen.

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| 03.04.17

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