Aufbau einer Dachdämmung bzw. Dampfbremse und Sperre ?

Hallo Gemeinde,

vermutlich bin ich nicht der erste, aber leider hat mir die Suchfunktion auch nach zwei Abenden benutzung nicht so wirklich weitergeholfen.

Meine Frage ist folgende:
Letztes Jahr wurde unser Dach neu gedeckt, dabei wurden die Balken aufgedoppelt und eine zusätzliche Dämmung aufgebracht. Jetzt sind wir dabei, die Zwischensparrendämmung einzu bringen. Hier habe ich aber auch ein paar Fragen bzw. zweifel ob das so alles richtig ist.

Unser Dachaufbau würde folgender masen aussehen:
von Ausen nach Innen:
Dachplatten
Lattung
Konterlattung
Folie (Braas, weiter weiß ich leider nicht)
35mm Holzweichfaserpaltten (Pavatex)
Linitherm L&D Folie (Alukaschiert, diese Seite ist innen)
20cm Steinwolle
Isover Vario KM Duplex UV

so ist der Aufbau der damaligen Zimmerei gesagt worden und wurde per Fax einer Firma (welche wohl die Materialien an die Zimmerei verkauft) als Bauphysikalisch bedenkenlos erklärt.

Meine Zweifel bestehen nun bezüglich der Folien.
Mir leuchtet ein Aufbau ein, der von innen nach ausen immer diffusionsoffener wird, aber laut Gespräch mit Linitherm hat die L&D Folie wohl einen sd Wert von 40m und die isover laut Beiblatt zwischen 5-10m. Die L&D stellt die Winddichte Folie dar, so laut Zimmerei.

Ist das so wirklich richtig ? Und, ist das so auch auf laaange Sicht bedenkenlos machabr ? Leider hat jeder Zimmerrei dazu eine andere Meinung, so das ich her gerne eine unabhänige Meinung einholen möchte.

Grüßle, Scorpia

ps: Das Gebäude wurde in den 50ern gebaut, die Balken sind eher Rund gewesen und hatten hier und da nur 11cm Stärke.
gibts noch nicht...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.09.14

Dachdämmung


Der Aufbau ist mehrfach verbesserungswürdig:
1. Die Braas-Folie (wasauchimmer) ist unnötig, wenn
2. die Pavatex-HoFaPlatte die Funktion einer Unterdeckplatte UDP-A hat (was meistens der Fall ist)
3. die Linitherm-Folie ist eine Dampfbremse, bei diesem Aufbau unnötig und nur bei PIR/PUR-Aufdachdämmungen angebracht, die ihrerseits relativ dampfdicht sind.
4. die 35mm HoFa-Platte ist, rein rechnerisch für den U-Wert, nicht nötig, da reichen die 200mm MiWo, WLG 035 vollkommen aus, um auf den nach der EnEv geforderten U-Wert von 0,24 W/m2K für Dachkonstruktionen zu kommen. Eine 18mm DWD-Platte würde reichen.

Besser ist es, einen unabhängigen Planer mit solchen Konstruktionen zu beauftragen. Der Teufel liegt außerdem im Detail der luftdichten Durchführung der gesamten Konstruktion, insbesondere den Bauteilanschlüssen.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
Mitglied der Fachwerk.de Community
pickartz architektur | | 16.09.14


Danke für schnelle Info.

Der Aufbau ist bereits soweit, dsa die Braasfolie, die HoFa-Platten und die Linitherm Dampfbremse verbaut sind. Dies hat die Zimmerei bereits getan.

Aber wenn die LD-Folie eine Dampfbremse ist, dann sit sie ja nicht "Dicht" und stellt somit wirklich nur die Winddichte Haut dar. Oder Interpretiere ich das Falsch ?

Ich verstehe gerade nicht so ganz, was Sie mit "unabhänigen Planer" meinen ? Meinen Sie einen Architekten ?

Mit frunedlichem Dank, Scorpia
gibts noch nicht...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.09.14

Aufbau-Bilder aus der Bilddatenbank: