Fachwerk.de - sehr enge Stoßfugen von Klinkerfassade neu verfugen
Auf einer Innenwand habe ich Feuchteprobleme. Als Ursache vermute ich teilweise defekte Stoßfugen auf der Klinker-Vorsatzschale und will diese nun neue verfugen. Allerdings sind darunter auch sehr enge Stoßugen (max. 1mm stark) die vermutlich außerdem durch Adhäsion und Kohäsion für Wassereintrag sorgen. Offensichtlich hat man auch 1794 nicht alles ganz richtig gemacht.
Frage Euch also, ob jemand eine gute Technik kennt, wie man solche enge Stoßfugen mit Mörtel füllt und ne Glattstrich hinbekommt? Schon das auskratzen ist ein Problem...
Da ist mir nun wirklich keine Technik bekannt, denn Mörtel wird mit Zuschlag hergestellt und der hat Korn. Wenn tatsächlich die Klinker knirsch gestoßen wurden, müssen Sie diesen Pfusch wahrscheinlich hinnehmen oder sich was grundsätzlich neues überlegen.
Grüße
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 14.04.08
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Meine Empfehlung:
Alle Fugen sorgfältig freilegen, Fassade reinigen und anschliessend mit Fugenmörtel für Fliesen mit Schwamm neu verfugen. Nach dem Aushärten das gesamte Mauerwerk mit einer Hydrophobierung auf Silikatbasis behandeln. Damit dürfte der Feuchtigkeitseintrag so weit reduziert sein, um ein Durchschlagen zu verhindern.
MfG
dasMaurer
Alle Fugen sorgfältig freilegen, Fassade reinigen und anschliessend mit Fugenmörtel für Fliesen mit Schwamm neu verfugen. Nach dem Aushärten das gesamte Mauerwerk mit einer Hydrophobierung auf Silikatbasis behandeln. Damit dürfte der Feuchtigkeitseintrag so weit reduziert sein, um ein Durchschlagen zu verhindern.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 14.04.08
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Schwamm nicht schlecht
@ Dietmar Beckmann: Bei meinem ÖkoBaustoffLieferanten gibt es Mörtel auf Luftkalkbasis der ist ganz fein und ergibt ganz glatte Oberflächen - eigentl. wie Fliesenmörtel.
Habe mich halt nur gefragt wie man den in die Fugen gequetscht bekommt. Hatten schon über Pressspritzen Marke Eigenumbau mit 1mm Kanüle nachgedacht.
@ Ulrich Warnecke: Das mit nem Schwamm zu machen ist erst mal eine Idee, geht aber nur bis zu einer gewissen Tiefe(?). Sind evtl. "Lufteinschlüsse" bauphysikalisch nachteilig?
Ist der Fliesenmörtel für ne Außenbewitterung geeignet?
@ Dietmar Beckmann: Bei meinem ÖkoBaustoffLieferanten gibt es Mörtel auf Luftkalkbasis der ist ganz fein und ergibt ganz glatte Oberflächen - eigentl. wie Fliesenmörtel.
Habe mich halt nur gefragt wie man den in die Fugen gequetscht bekommt. Hatten schon über Pressspritzen Marke Eigenumbau mit 1mm Kanüle nachgedacht.
@ Ulrich Warnecke: Das mit nem Schwamm zu machen ist erst mal eine Idee, geht aber nur bis zu einer gewissen Tiefe(?). Sind evtl. "Lufteinschlüsse" bauphysikalisch nachteilig?
Ist der Fliesenmörtel für ne Außenbewitterung geeignet?
Luftkalk
ist für eine witterungsbelastete Fassade ungeeignet.
Ich würde hier den Pfad der ökologischen Baustoffe verlassen und einen Fugenmörtel für Fliesen nehmen. Der ist auf Zementbasis und somit Frost- und Feuchtigkeitsbeständig. Ich würde sogar zu einem flexiblen Mörtel raten, z.B. "nanofug" von PCI.
Verarbeiten dann wie beim fliesenfugen, mit Gummischieber oder -brett einarbeiten und dann mit Schwamm abwaschen.
MfG
dasMaurer
ist für eine witterungsbelastete Fassade ungeeignet.
Ich würde hier den Pfad der ökologischen Baustoffe verlassen und einen Fugenmörtel für Fliesen nehmen. Der ist auf Zementbasis und somit Frost- und Feuchtigkeitsbeständig. Ich würde sogar zu einem flexiblen Mörtel raten, z.B. "nanofug" von PCI.
Verarbeiten dann wie beim fliesenfugen, mit Gummischieber oder -brett einarbeiten und dann mit Schwamm abwaschen.
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dasMaurer
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 14.04.08
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Mauerfuge
Wie sieht denn Ihr Klinker aus ?
Ähnelt er einer Fliese oder eher einem Feldbrandstein ?
Danach würde isch die Behandlung auch Richten sollen.
Grüße
Wie sieht denn Ihr Klinker aus ?
Ähnelt er einer Fliese oder eher einem Feldbrandstein ?
Danach würde isch die Behandlung auch Richten sollen.
Grüße
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 14.04.08
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... einem Feldbrandstein
durchs Fenster geschaut kann man es hoffentl. erkennen. Hatte leider nur dieses Bild gerade zur Hand. Das sind rote und gelbe Ziegel. Ich glaube das nennt sich im ganzen Preußische Fassade.
durchs Fenster geschaut kann man es hoffentl. erkennen. Hatte leider nur dieses Bild gerade zur Hand. Das sind rote und gelbe Ziegel. Ich glaube das nennt sich im ganzen Preußische Fassade.Das Verfahren
funktioniert auch bei Steinen mit einer gewissen Saugfähigkeit. Lediglich die Oberfläche sollte ziemlich wenig strukturiert sein. Und nicht zu lange warten beim abwaschen.
MfG
dasMaurer
funktioniert auch bei Steinen mit einer gewissen Saugfähigkeit. Lediglich die Oberfläche sollte ziemlich wenig strukturiert sein. Und nicht zu lange warten beim abwaschen.
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 14.04.08
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 14.04.08
Fugen auskratzen
@Ulrich Warnecke, Dietmar Beckmann
vielen Dank bis herher. Ihre Tipps bringen mich weiter.
Fällt mir nur noch eine kleine Frage ein:
Man soll ja die defekte Fugen 15 bis 20mm auskratzen. Gibt's auch dafür eine empfehlenswerte Technik, die auch für 1mm Fugen geeignet ist?
@Ulrich Warnecke, Dietmar Beckmann
vielen Dank bis herher. Ihre Tipps bringen mich weiter.
Fällt mir nur noch eine kleine Frage ein:
Man soll ja die defekte Fugen 15 bis 20mm auskratzen. Gibt's auch dafür eine empfehlenswerte Technik, die auch für 1mm Fugen geeignet ist?
Kein Fliesenmörtel, Klinker-,Fugenschlämme!
Es gibt mittlerweile extra Schlämmörtel für diese Art der Anwendung, z.b. Remmers.
Soll die ganze Fassade nachgearbeitet werden zunächst alles Abschlemmen und anschließend im Niederdruck-, Wirbelstrahlverfahren die Fassade abreinigen und wie bereits erwähnt anschließend Hydrophobieren.
Grüße
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 14.04.08
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 14.04.08
keine Fragen mehr
Das ist wohl exakt die Lösung, die die Industrie für mein Problem entw. hat, nur dass ich nun doch wieder beim Chemie-System-Baukasten gelandet bin ;-)
Da an dieser Wand fast alle Fugen wenigstens 2 mm tief liegen, brauche ich nicht mal auskratzen und der große Technikeinsatz (Druckstrahler) entfällt auch.
Jetzt fällt mir auch keine Frage mehr ein :-)
Euch beiden vielen Dank für die nette Hilfe.
Das ist wohl exakt die Lösung, die die Industrie für mein Problem entw. hat, nur dass ich nun doch wieder beim Chemie-System-Baukasten gelandet bin ;-)
Da an dieser Wand fast alle Fugen wenigstens 2 mm tief liegen, brauche ich nicht mal auskratzen und der große Technikeinsatz (Druckstrahler) entfällt auch.
Jetzt fällt mir auch keine Frage mehr ein :-)
Euch beiden vielen Dank für die nette Hilfe.