ästhetik, wie die Fenstermaße festlegen? Goldener Schnitt?

ästhetik, wie die Fenstermaße festlegen? Goldener Schnitt?Hallo,

ich versuche gerade an einem FW-Haus (Stadthaus) neue Fenster aufzumessen. Die vorhandenen Fenster sollen vergrößert werden Da das Haus vertikal wie auch horizontal krumm ist, wird es aber nicht gelingen , sei es auf einer Etage die Kämpfer oder die Sprossen in einer "Linie" anzuordnen. Irgendwo gibt es immer wieder eine "Störung".
Alle Fenster auf max. Gefachebreite aufzumessen widerstrebt mir ebenso, dies führt zu Breiten zwischen 140 und 95cm bei ähnlicher Höhe z.b. im 2. OG. und damit liegenden Fenstern, bzw. 2 3flügeligen Elementen.
Befunde haben ergeben, dass die Fenster die vor denen auf dem Foto eingebaut waren größer waren, d.h. mann hat im Laufe der Zeit mehrfach neue Fenster in die vorhandenen Laibungskästen eingebaut und so die Öffnungen sukzessive verkleinert.
Ich überlege nun die Maße nach dem sog. "goldenen Schnnitt" bzw. nach Verhältnissen aus der "goldenen Reihe" zu bestimmen.
Hier steht die Elementbreite stets im bestimmten Verhältnis zur Höhe, eben einem Bruch aus der goldenen Reihe.

Was ist bei einem Fenster nun die wichtigere Proportion?
Das Höhen/Breitenverhältnis der Scheiben oder das der Rahmen/Flügel?
Durch unterschiedliche Breiten von Blendrahmen,Flügel, Überdeckungen, Kämpfer etc. scheinen mir gleichbleibende Proportionen der Gläser wichtiger.

Dann stellt sich noch die Frage nach Kreuzstockfenstern oder ähnlichen Elementen wie auf dem Foto (Jedoch im 2.OG werden nur 2flügelige Elemente verbaut).

Das Haus ist ca. Bj 1660. Das Foto ist von 1896.
Geplant sind im 1. OG, 4flügelige Elemente ud im 2.OG 2flügelige Elemente.
die Gefachemaße im 2. OG ganz rechts betragen z.b. B140cm*H105cm und ganz links B 96cm * H 96cm.

Wie haben so etwas die "alten" Baumeister gelöst, sofern sie sich Gedanken dieser Art leisten konten?

Gruß
Det
Krumm und schief hat was
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.08.14

Moin Det,


Ich bin bei uns das Problem mit "paint" angegangen: Frontalaufnahme gemacht und dann am Rechner die unterschiedlichen Möglichkeiten in das Foto einkopiert, Auge zugekniffen und ermittelt, was jetzt am besten "passt".

Die Fachwerk- und Stockwerkproportionen spielen da auch eine Rolle für den Gesamteindruck, genauso wie ein behutsames angleichen der Schiefität.....

Ich bin i.d.R. zufrieden, wenn das Auge im vorbeigehen nicht "hängenbleibt" und es so erscheint, als wärs schon immer dagewesen. Das Auge der Betrachter hat sich schliesslich über die Jahrhunderte gewandelt....nicht alle damaligen Regeln werden heute noch als schön empfunden.

Gruss, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.08.14

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