Sanierung oder Abriss-OKALHaus?

Hallo,
wir haben ein OKALhaus Bauj. 1978 erworben mit allen Schlechtigkeiten dabei, die so ein Haus haben kann. Also, erhöhte Formaldehydwerte, Schimmelbefall,hohe Holzschutzmittel und Modergeruch durch Chloranisole.
Wir haben keine Lust mehr auf dieses Haus.
Unsere Möglichkeiten sind: Sanierung, Verkauf oder Abriss und Neubau.
Was kostet ein Abriss?
Ist die Bodenplatte von einem Fertighaus für ein Massivhaus geeignet?

Jacqueline und Martin


Martin | 09.07.05

eigentlich abriss


hallo,
um ehrlich zu sein, auch für die zukünftige Generation, dürfen Sie nicht einmal das Haus so Verkaufen wie es ist, da Sie den "Inhalt" kennen. Ansonsten schweigen Sie bewusst vorhandene gravierenden Mängel. Das ist eine tragische Situation. Sanieren würde fast Abriss bedeuten, da es die tragende Strukturen sind, die durch die Dämmung vergiftet sind. D.h. im Klartext: Abriss und Neubau. Was die Bodenplatte betrifft, haben Sie bestimmt Pläne mit Statik erhalten, wenn nicht beim Bauarchiv nachfragen. Die Statik dann überprüfen ob es Streifenfundamente unter der Platte gibt oder nur sog. Frostschürze. Ein weiteres Problem ist die fehlende Dämmung unter der Platte, vermutlich nur eine dünne Lage Kies. Man hat damals für viel Geld sehr billig gebaut, und tausende von Leute sind da reingefallen. Sie können auch ein Haus in Holzständerbauweise bauen, es ist leichter als Massivbau. Sie müssen dabei denken dass bei Neubau der neue Wärmutznachweis einbehalten werden muss, der es in dieser Form 1978 nicht gab. Nach meine Unterlagen kostet der Abriss zwischen 10 und 16 € je m³ umbauten Raum mit Maschineneinsatz. Der Abbruch der Betonplatte wurde 230 €/m² kosten, das Dach 34 €/m², eine Holzbalkendecke 70 €/m², eine Wand ca 40 €/m² u.s.w.
Beim Abbruch und Neubau brauchen Sie eine Genehmigung, da der Bestandschutz durch den Abbruch verloren gegangen ist.
Tja, wir sind so weit gekommen, das wir jetzt Häuser aus dem Ende der 70er Jahre beseitigen müssen. Das nennt man Bauboom! Dagegen gibt es Fachwerkhäuser, die seit mehrere hundert Jahren stehen und heute noch bewohnbar sind.
m.f.g.
J.E.Hamesse
Neubau, Altbau, ökologisches Gedankengut
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Architekt und Planer | | 10.07.05

Zustand


Die Frage Abriss oder Sanierung würde ich von den zu erwartenden Kosten abhängig machen. Es gibt ja durchaus Fertighäuser die architektonische Qualitäten aufweisen. Hier würde ich eher eine Sanierung überlegen. Die meisten Fertighäuser finde ich allerdings äußerst hässlich und auch vom Raumzuschnitt nicht zeitgemäß. Dann würde ich auch für Abriss plädieren.

Grundsätzlich eignet sich die Bodenplatte auch für ein Massivhaus, näheres muss der Statiker bestimmen. Die Wärmedämmung können Sie auch komplett auf der Sohlplatte vornehmen, was ich sowieso für sinnvoller halte.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 10.07.05

Die mögliche Antwort ..


..ist ja schon in der Frage enthalten : .."Keine Lust mehr auf das Haus" . Wenn Mittel vorhanden sind , und sonst stellte sich die Frage nicht ernsthaft , wäre ein HolzrahmenNeubau auf vorhandenem Fundament mit zusätzlicher Dämmung denkbar . Gruss Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | | 10.07.05

Okal Haus


Lieber martin ich bin in einem okal Haus alt geworden und habe uberhaubt keine probleme gehabt.Es liegt doch an der Pflege des hauses.Unser haus ist natürlich verklinkert und gut isoliert.wir haben keine probleme mit schimmel,pilz oder moder.Im Energie Verbrauch waren wir immer besser als unsere nachbarn im konventionelem haus.


Ina | 27.08.05

Fertighaus


Hallo Frau Graue,

natürlich wird nicht jede/r in einem Holzschutzmittel verseuchten Fertighaus krank. Das ist genau wie bei den Rauchern oder den Asbestarbeitern. Manche erwischt es nie und manche erst nach 30 Jahren. Aber die Chance zu erkranken ist ziemlich hoch. Und das PCP krebsauslösend sein kann steht wissenschaftlich nicht in Frage.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 28.08.05

Lösung des Problems!


Hallo, ich habe neulich mein Fertighaus modernisieren lassen, da ich auch mit dem muffeligen Geruch probleme hatte. Die Sanierung die ich habe machen lassen, ist ziemlich neu und einzigartig auf dem deutschen Markt. Vorteile sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz enorm erhöht kein muffeln mehr Fassadengestaltung wesentlich schöner Brand-/Schallschutz doppelt so gut! formaldehydfreie Materialien U-Wert enorm verbessert Ich kann Ihnen gerne Infos zukommen lassen. k.damer@web.de


Katharina Damer | 19.01.06

Sanierung


@Katharina Damer: Bitte beschreiben Sie die Sanierungsmethode doch einmal kurz. Das würde mich auch sehr interessieren. Und auch, wer der Anbieter ist.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 21.01.06

KAIRATIN WIRD HELFEN


Hallo Jacqueline und Martin,
Es gibt ein Produkt welches NACHWEISLICH den Geruch und auch tatsächlich Formaldehyd abbaut.
Eine ziemlich kostengünstige angelegenheit.
Diesen Produkt wurde von UNABHÄNGIGEN Laboren geprüft und die WIRKUNG bestätigt.
Das Produkt heisst Kairatin, und kann man im Fachhandel " Raab Karcher für ca. 16,00 Euro kaufen.

Ich selber habe noch 2 Rollen a 30 qm übrig.
Würde diese zu einem Preis von 10,00 Euro je qm verkaufen.


stefan egeling | 08.03.06

Sanierungsmethoden


Auch wenn Kairatin helfen kann, was bedeutet, dass man sämtliche emittierenden Flächen damit belegt, sollten Sie überlegen ob ein Austausch der Spanplatten nicht sogar kostengünstiger ist. Und Sie haben die Gewissheit, dass nicht in 10 Jahren doch wieder Formaldehyd eindringen kann.
Außerdem hilft das Kairatin nicht bei einer Belastung durch PCP oder Lindan
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 09.03.06

Das ist richtig


Kairatin war auch nur ein Vorschlag um das Problem zu verringerung der Belastung.


stefan egeling | 09.03.06