Fachwerk.de - Dusche Wand Abdichtung erforderlich - ja oder nein
ich stehe gerade vor einer wichtigen Entscheidung im Bad.
Ist es nun erforderlich die Wand im Duschbereich mit den überall angepriesenen Abdichtungssystemen zu zukleistern oder geht es auch ohne solche Baukostentreiber?
Mein Bad:
-Innenwand 12cm Poroton Ziegel
-soll beidseitig mit Luftkalkmörtel verputzt werden, also möglichst viel Diffusionsoffenheit
-Wandfliesen in der Dusche sind vorgesehen, aber nicht bis unter die Decke
Mein Gefühl sagt, eine Abdichtung hat immer mehr Nachteile gegenüber einer nach allen Seiten diffusionsoffenen Ziegelwand.
Danke schon mal im Vorraus für eure Denkanstöße...
Gruß Thomas
Abdichtung
Welche Vorteile sehen Sie bei diffusionsoffenem Putz unter diffusionsdichten Fliesen?
Welche Vorteile sehen Sie bei kapillaraktiven Baustoffen im unmittelbaren Spritzwasserbereich?
Viele Grüße
Welche Vorteile sehen Sie bei diffusionsoffenem Putz unter diffusionsdichten Fliesen?
Welche Vorteile sehen Sie bei kapillaraktiven Baustoffen im unmittelbaren Spritzwasserbereich?
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Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 12.09.11
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 12.09.11
da sehe ich keinen direkten Vorteil.
Da im gesamten Bad Kalkputz aufgebracht werden soll ist er automatisch auch hinter den Fliesen.
Ich dachte eben nur, dass die minimal eindringende Feuchtigkeit duch die Fugen, aufgrund der ungesperrten Bauweise auch wieder besser aus der Wand verschwinden kann, zb, duch die Wand ins Nebenzimmer
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass bei einer Abgedichteten Wand der Fließenkleber mit der Zeit deutlich stärker Durchfeuchtet weil die Nässe zwischen Fließe und Sperre eingeschlossen wird.
Die Fuge wird bedeutend mehr Wasser rein saugen als sie wieder Abgeben kann oder?
Ein Feuchte-Transport durch die Wand wäre nicht Möglich .
Alternative Abdichtung
Hallo Thomas,
Hallo Thomas,
der Spritzwasserbereich der Dusche gehört auf alle Fälle abgedichtet. Es handelt sich um eine sog. alternative Abdichtung. Die wird überall dort ausgeführt, wo Spritz- und Ablaufwasser zu erwarten ist, im gefliesten Duschbereich bis etwa 30 cm über den Duschkopf hinaus. Im Wannenbereich bis oberhalb der Armatur. Neben der streichbaren Flächenabdichtung wird in den Ecken und Fugen mit Abdichtbändern, um die Auslässe und Abläufe mit Manschetten gearbeitet.
Es soll verhindert werden, dass im Falle einer Undichtigkeit Feuchtigkeit in das Mauerwerk gerät.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 12.09.11
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 12.09.11
Deine an sich richtige Überlegung beruht auf einem Denkfehler.
Jeder Baukörper kann längerfristig nicht mehr Wasser aufnehmen, als er abgeben kann. Diffusionsoffene Materialien haben Vorteile, wenn die Feuchtigkeit über wechselnde Luftfeuchtigkeit und so weiter in den Baukörper eingetragen werden könnte, weil sie es ermöglichen, dass diese Feuchtigkeit auch wieder verschwindet. Baulich wird stets vermieden, dass sich solche porösen Materialien vollständig mit Wasser vollsaugen, denn wenn alle Poren gefüllt sind, hat das Material ganz andere Eigenschaften.
Eine Ziegelwand, die dank ihrer Diffusionsoffenheit Änderungen der Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit gut puffern kann, wäre aber mit der Wassermenge, die eine ganz gewöhnliche Dusche liefert, hoffnungslos überfordert.
Was stimmt: eine undichte Abdichtung ist schlimmer als gar keine. Im Falle der Dusche ist es einfach: Es braucht eine langfristig funktionierende Abdichtung, sonst kommt es durch das eindringende Wasser zu Bauschäden. Hier keine Kompromisse eingehen, Sparen am falschen Ort wäre das und ein echter langfristiger Baukostentreiber.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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Jens Paulsen | 12.09.11
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Jens Paulsen | 12.09.11