Bauzeit

Rathaus Suhl-Heinrichs Auf dem massiven Sockelgeschoss von 1551 erhebt sich ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Schaugiebel, der 1657 aufgerichtet wurde. An dieser Fassade ist die Vielfalt und der Reichtum der Blütezeit der Fachwerkbaukunst zu bewundern.

Fachwerkfiguren

Im ersten Obergeschoss sind die Brüstungsfelder mit geschweiften und mit Herzen ausgeschnittenen Rauten sowie mit doppelt gekreuzten, geschweiften Rauten und zusätzlichen geschwungen Viertelkreishölzern ausgefüllt. An dieser Schmuckseite ist auch der profilierte Vorsprung im Brüstungsbereich zu erkennen. Im Geschoss darüber finden sich die geschweiften genasten Andreaskreuze und Kurzstiele unter den Fenstern. Das Giebeldreieck, in dem sich diese Fachwerkfiguren in abgewandelter Form wieder finden, wird durch ein Sonnenrad bekrönt. Die Eckpfosten sind aufwendig mit gedrehten Säulen, die in Volutenrollen enden, geschmückt. Ebenso reich sind auch die Geschossüberstände verziert mit gedrehten auslaufenden Stäben, Zahnschnittfriesen und anderen Profilierungen. Hervorzuheben ist noch die im Eckbereich angebrachte Fratze mit Jahreszahl. (Text: Uwe Jahn)